Unsere Strategie
Wachstum: Mehr Raum, mehr Selbstverwaltung
Die Gesewo schafft in und um Winterthur neuen selbstverwalteten Wohn- und Arbeitsraum und entzieht ihn der Spekulation. Es wird ein stetes Wachstum angestrebt.
Ziele:
- Der Erwerb von Liegenschaften mit bis zu 10 Wohnungen, initiiert durch Hausgemeinschaften oder Einzelpersonen, wird grundsätzlich geprüft. Darüber hinaus soll das durchschnittliche jährliche Wachstum 30 Wohnungen nicht überschreiten.
- Neue Hausvereine werden gezielt auf die Selbstverwaltung vorbereitet. Für Projekte ohne bestehende Initiativgruppe wird ein partizipativer Prozess zur Einbindung der Bedürfnisse der künftigen Bewohner:innen sichergestellt.
- Die Belegung unserer Liegenschaften soll optimiert werden. Hierfür entwickeln die Hausvereine und die Genossenschaft Ziele und Massnahmen. Auch bauliche Erweiterungen und Verdichtungen werden geprüft.
- Zur Förderung der strukturellen Vielfalt der Bewohner:innen werden die Ziele des Leitbilds geschärft und Massnahmen entwickelt.
Ökologie: Grün bauen, grün leben
Die Gesewo verfolgt ressourcenschonendes und klimagerechtes Bauen und Wohnen.
Ziele:
- Jede Liegenschaftenstrategie berücksichtigt das neue Handlungsfeld Ökologie und identifiziert unter Einbezug der Bewohner:innen prioritäre Massnahmen.
- Die Gesewo reduziert aktiv den Energie- und Ressourcenverbrauch im Betrieb.
- Die Gesewo setzt im Bau und bei Sanierungen auf regionale, ökologische, fair produzierte und/oder wiederverwendete Materialien und Bauteile. Bei Sanierungen wird gezielt der Energieverbrauch reduziert und die Nutzung erneuerbarer Energien geprüft.
- Die Gesewo entsiegelt Aussenräume und begrünt Dächer und Fassaden. Wo immer möglich wird Regenwasser vor Ort aufgenommen und möglichst natürlich versickert.
- Lebensräume für Wildtiere werden durch Sensibilisierung und Beratung gefördert, die Umsetzung liegt bei den Hausvereinen
Nachhaltige Finanzen: Stabil in die Zukunft
Nach mehreren Jahren mit sinkenden Kosten haben sich die Vorzeichen geändert. Die Gesewo verfügt über eine entsprechend überarbeitete Finanzstrategie und ist langfristig stabil.
Ziele:
- Das Kostenmietmodell ist sukzessive weiterentwickelt und entspricht den veränderten Rahmenbedingungen: es berechnet nachvollziehbar Mietzinse, die mit ausreichender Gültigkeit den realen Kosten entsprechen.
- Die Abschreibungspraxis ist mit den Lebenserwartungen unserer Liegenschaften abgeglichen und geschärft. Die Risiken von plötzlichen Wertberichtigungen sind minimiert.
- Der Umgang mit Wertberichtigungen ist geklärt.
- Es ist eine Lösung für ungedeckte Erneuerungsmassnahmen in einzelnen Liegenschaften gefunden.
(Kostenmietmodell, Abschreibungspraxis, Wertberichtigungen, Erneuerungsmassnahmen, ...: Unser Glossar erläutert die Fachbegriffe auf verständliche Art und Weise.)
Wie ist die Strategie entstanden?
Viele Stimmen, ein Ergebnis: In Online-Umfragen, Arbeitssitzungen und Diskussionen haben Genossenschafter:innen und Gremien die Strategie gemeinsam erarbeitet und verfeinert.
Wie bleibt die Strategie aktuell?
Der Vorstand überprüft die Strategie jährlich gemeinsam mit dem Häuserrat und entwickelt sie rollend und unter Einbezug von Genossenschafter:innen und Gremien weiter: Abgeschlossene Handlungsfelder werden gestrichen, bestehende angepasst und neue aufgenommen.